Übernachten im Freien

Biwakieren bezeichnet das Übernachten in der Wildnis. An sich sollte man dies so gut, wie möglich vermeiden, da der Mensch bereits riesigen Einfluss auf jedes Ökosystem der Erde nimmt und die Natur nicht noch mehr belastet werden muss.

Sollte man sich jedoch in der unglücklichen Position befinden, doch in der Wildnis verloren zu sein, gibt es einige Dinge, die man tun kann, um am Leben zu bleiben.

Das Wichtigste ist der Unterschlupf. Es gibt sehr viele Wege sich einen Unterschlupf zu bauen, in dem man mehrere Tage oder sogar Wochen trocken und sicher schlafen kann. Die größte bedrohung für den Menschen und jedes andere Lebewesen geht von den Elementen aus. Der Unterschlupf muss also mit möglichst stabilen Methoden gebaut werden.

Einige gute Unterschlupfmöglichkeiten sind:

Höhlen

Der erste Gedanke, der einem bei einem einfachen und sicheren Unterschlupf durch den Kopf schießt ist eine Höhle zu suchen und damit liegt man grundsätzlich nicht falsch. Es gibt jedoch einige Faktoren, die zu beachten sind. Der erste sind die Tiere, die auch dort leben können. Insekten, Fledermäuse, Schlangen, andere Reptilien, Bären, Mäuse, Ratten und andere sind nur einige, die man dort finden kann. Um Überraschungen zu vermeiden, sollte man nur so weit hineingehen, wie man auch sehen kann. Weitere Gefahren sind außerdem eine potentiell schlechte Belüftung und damit verbundene Erstickungsgefahr. Diese wird nur noch durch ein feuer innerhalb der Höhle verstärkt. Es empfiehlt sich nur kleine Feuer in Höhlen mit hoher Decke zu entfachen, damit der Rauch des Feuers gut abziehen kann.Sollte sich die Flamme eines Feuers immer kleiner werden, trotz ausreichend Brennstoff ist die Erstickungsgefahr besonders hoch, da der Sauerstoff im Grunde fast komplett aufgebraucht ist.

Senken/Gruben

Senken oder Gruben eignen sich gut als Schlafplatz, falls man sich in einer windigen Gegend aufhält. Die Senke funktioniert als sehr guter Windschutz und kann mit einer Abdeckung aus zum Beispiel örtlicher Vegetation auch vor Regen geschptzt werden. Die größte Gefahr hierbei besteht aber darin, dass die Grube auch mit Wasser vollaufen könnte. Um dies zu vermeiden ist es wichtig daruf zu achten, dass die Senke trocken ist und möglichst hoch gelegen it. Um eine Abdeckung für so eine Senke zu bauen kann man einfach ein Grundgerüst aus möglichst geraden Stöcken oder Ästen bilden, welches man mit kleineren Zweigen oder Reisig bedeckt und mit Erde, Lehm oder Blättern abdichtet. man sollte natürlich noch darauf achten auch genügend Atemluft zu bekommen.

Zelt/improvisierte Hütte

Sollte man sich in der Situation befinden eine große Plane oder Ähnliches bei sich zu haben ist es relativ einfach ein einfaches Regendach zu spannen. Hierzu sucht man sich einfach zwei Bäume die ungefähr 2 Meter weit auseinader stehen und befestigt die Plane an ihnen. Die andere Seite der Plane kann man mit Holzpflöcken im Boden befestigen um sich so ein schräges Dach zu schaffen, das einen vor Wind, Sonne und Regen schützt. Hat man dies leider nicht kann man versuchen mit Hilfe von langen geraden Stöcken oder Stangen ein einfaches Gerüst für kleinere Zweige konstruieren, welche wiederum mit Blättern, Lehm, Moos oder Erde abgedichtet werden können.Die Wände können genauso aus schräg gestellten Stangen und entsprechender Abdichtung konstruiert werden.

Der zweit-wichtigste Schritt ist die Beschaffung von Trinkwasser. Durch den großen bedarf für Wasser ist es lebensnotwendig ebenfalls eine saubere Wasserquelle zu haben. Falls man eine Wasserstelle findet, empfiehlt es sich nicht direkt daraus zu trinken, da hierbei eine große Gefahr besteht, dass das Wasser kranksheitserreger und Verunreinigungen jeder Art enthalten kann. Es ist notwendig das Wasser zu reinigen.

Eine gute Methode dies zu tun ist schlichtes Abkochen. Durch das Kochen wird ein sehr großer Teil von Krankheitserregern abgetötet.

Danach empfiehlt es sich auch noch das Wasser zu filtern. Die wohl schnellste Methode Wasser zu filtern ist es einfach durch ein Stück Stoff mit möglichst enger Maschenführung zu gießen. Andere Wasserfilter lassen sich kontruieren, indem man das Wasser durch verschiedene Schichten von Erde und Sand laufen lässt. Hierzu kann man zum Beispiel eine Plastikflasche am boden aufschneiden, mit verschiedenen Schichten an Sand, Erde und kleinen Steinen füllen und kopfüber aufhängen und dann das Wasser hindurchlaufen lassen.

Findet man hingegen keine Wasserquelle kann man sich auch eine selber schaffen. Regenwasser kann man sehr gut in einer mit einer Plane ausgelegten Grube Wasser sammeln. Hierzu empfielht es sich trotzdem noch das gesammelte Wasser zu filtern.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin stark wasserhaltige Pflanzen anzuzapfen und das gesammelte Wasser unbedingt vorher zu reinigen.

In kalten Regionen kann man außerdem auch Schnee schmelzen. Es ist allerdings sehr gefährlich Schnee direkt zu schlucken, da der Körper eine Menge Wärme verliert, beim versuch, den Schnee im Magen zu schmelzen.

Die dritt-höchste Priorität ist die Nahrungsbeschafffung. Hierzu gibt es leider die wenigsten allgemeinen Regeln, da essbare Pflanzen von Region zu Region stark unterschiedlich sein können. Eine gute Regel ist jedoch, dass wen man etwas natürlicherweise abstoßend findet, ist es höchstwahrscheinlich auch nicht essbar. Der Mensch verfügt immernoch über rudimentäre Instinkte, die zumindest manchmal beachtet werden sollten.

Falls man Tiere jagen will oder Fische fangen will sind dazu auch Anleitungen auf der Seite zu finden.

 

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