Winterhütte 2026
Mittelalter, Schnee und ein enttarnter Werwolf
Rickenbach – Ende Januar war es endlich wieder so weit: Nach einer schneearmen Winterhütte im letzten Jahr zeigte sich Rickenbach 2026 mal wieder von seiner winterlichen Seite. Beste Bedingungen also für die Winterhütte 2026 der Pfadfinder aus Schopfheim – und das mit einem neuen Teilnehmerrekord von knapp 40 Kindern und Leitenden.
Schon beim Ankommen war klar: Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Mittelalters. Unter der Leitung unserer Ortvorsteherin schlüpften die Leiter in ihre Rollen – vom Zimmermann über Jäger und Seefahrer bis hin zum geheimnisvollen Schmid und einem Mönch. Doch eine Frage schwebte das ganze Wochenende und von Beginn an über allem: Wer treibt hier sein Unwesen – ist es ein Werwolf und wenn ja wer ist es?
Nach Bezug der Zimmer und einer Singerunde am Freitagabend startete das Programm am Samstagmorgen draußen im Schnee. Beim Geländespiel wurde gerannt, gesucht, Ausrüstung (Schwimmnudeln und Softbälle) eingetauscht und abgeschlagene Mitspieler freigetauscht. Nach 3 Runden war das knappe Spiel entschieden und wir nutzten den Schnee und das inzwischen bessere Wetter für Schlittenfahrten; Schneemänner entstanden und eine ausgedehnte Schneeballschlacht durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Winter zeigte sich von seiner besten Seite und machte das Erlebnis perfekt.
Nach einer Stärkung ging es dann drinnen kreativ weiter: In den Workshops wurden Wachstücher selbst hergestellt, Ritterhelme gebastelt, Jonglieren ausprobiert und Naan-Brot vorbereitet, das am Abend hervorragend zum gemeinsamen Curry passte. Ein echtes Highlight für kleine und große Mittelalterfans.
Ein besonders feierlicher Moment war die Aufnahme der Teilnehmenden in die verschiedenen Pfadfinder Stufen (Wölflinge, Jungpfadfinder und Pfadfinder). Diese fand dieses Jahr, wetterbedingt aber ebenso stimmungsvoll, bei Kerzenschein in der Sporthalle statt, begleitet vom traditionellen Pfadfinder-Chai. Das Lagerfeuer wird dann im Sommer wieder stattfinden.
Nach vielen falschen Beschuldigungen, hitzigen Diskussionen und geheimen Untersuchungen wurde am Sonntag schließlich der Werwolf enttarnt: Der Schmid – zugleich Koch – hatte sein Doppelleben lange gut verborgen. Zum Glück konnte er geheilt werden, bevor Schlimmeres geschah.
Müde, glücklich und mit vielen tollen Geschichten im Gepäck ging es anschließend zurück nach Schopfheim.
Bis zum nächsten Mal – und Gut Pfad!